Demografie

Demografiefeste Personalpolitik: Nachwuchs sichern und Ältere fördern

Schon heute wissen wir: Den Unternehmen stehen langfristig immer weniger Arbeitskräfte zur Verfügung – auch in NRW. Zwar ist das Land zwischen Rhein und Weser das bevölkerungsreichste der Republik, allerdings sinken auch hier die Geburtenraten. Bis zum Jahr 2030 geht die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter um etwa ein Fünftel zurück. Um die Brisanz zu erkennen, reicht schon ein Blick in die Gegenwart. Im Bereich der MINT-Qualifikationen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) sind Fachkräfteengpässe schon heute deutlich spürbar. Dies gilt sowohl für MINT-Hochschulabsolventen als auch für einzelne Facharbeiterberufe in der nordrhein-westfälischen M+E-Industrie.


Mit älterer Belegschaft innovationsfähig bleiben

Vor diesem Hintergrund rücken ältere Arbeitnehmer immer mehr in das Blickfeld der Personalpolitik. Klar ist, dass die M+E-Unternehmen in Zukunft mit durchschnittlich älteren Beschäftigten erfolgreich sein müssen. Hinzu kommt, dass unsere Gesellschaft sich mit dem Gedanken anfreunden muss, dass alle wieder länger arbeiten müssen. Die Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von längeren Erwerbsbiografien, die künftig ein selbstverständliches Kennzeichen unserer modernen Arbeitswelt sein werden.


Wofür METALL NRW steht …

  • M+E-Unternehmen bei der Gestaltung altersgerechter Arbeitsbedingungen unterstützen
  • bei der Umsetzung einer demografiefesten Personalpolitik mit speziell entwickelten Instrumenten helfen
  • sich für die Erhaltung und Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeitern einsetzen, um die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der Unternehmen sicherzustellen;
  • sich für ein späteres Renteneintrittsalter einsetzen
  • Optionen für flexible und gleitende Rentenübergänge einsetzen – etwa durch Teilrentenmodelle oder eine Ausweitung der Hinzuverdienstgrenzen von erwerbstätigen Rentnern.


Gemeinsame Initiative

Die Bewältigung der demografischen Herausforderung ist eine Aufgabe, bei der alle gesellschaftlichen Gruppen angesprochen sind. Deshalb unterstützt METALL NRW die Sozialpartnerinitiative „DEMOGRAFIE A K T I V“ gemeinsam mit der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw), dem Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW und dem DGB-NRW. Das Ziel: Betriebliche Aktivitäten zur Gestaltung des demografischen Wandels sollen unterstützt werden. So hat die Initiative unter anderem einen Leitfaden entwickelt, der kleinen, mittleren und großen Unternehmen praxisgerecht bei ihren betrieblichen Demografie-Prozessen helfen soll. Die Träger der Initiative zeichnen gemeinsam Unternehmen und Organisationen aus, die auf dieser Grundlage ihre Personalpolitik demografiefest gestalten.

IW-Demografie-Tool: Wie Deutschlands Fachkräfte schwinden und was man dagegen tun kann

Dipl.-Kfr. (FH) Claudia Dunschen

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Irene Weinbach

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Tel.: 0211 4573–243
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Irene Grunwald