Ausbildungskonsens NRW

Organisationen der Wirtschaft, Gewerkschaften, die Arbeitsverwaltung sowie Land und Kommunen haben 1996 ihre Arbeit als Partner im „Ausbildungskonsens NRW“ begonnen. 2001 wurde die Folgevereinbarung zum Ausbildungskonsens NRW II unterzeichnet. Ziel ist es, jedem jungen Menschen in Nordrhein-Westfalen, der ausbildungswillig und ausbildungsfähig ist, ein Ausbildungsangebot zu machen.
Der Ausbildungskonsens NRW tagt mehrmals im Jahr, unter anderem um über die Entwicklung des Ausbildungsmarktes zu sprechen.
Der Übergang in Ausbildung gelingt jungen Menschen am besten, wenn sie wissen, was sie nach der Schule erwartet und wenn bei Problemen an dieser Schwelle passgenaue und zielführende Unterstützungsangebote zur Verfügung stehen. Die Partner im Ausbildungskonsens NRW haben in diesem Sinne Ende 2011 das „Neue Übergangssystem Schule-Beruf in NRW“ beschlossen.  Die Umsetzung erfolgt aktuell im Rahmen der Initiative „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule – Beruf in NRW“.

Es geht um folgende Schwerpunkte:

  1. Systematische Berufs- und Studienorientierung für alle Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 mit verbindlichen Standard- und Praxiselementen sowie einer Anschlussvereinbarung. Die Verbesserung der Berufsorientierung und der Ausbildungsreife ist besonders wichtig, damit sich die Jugendlichen fundiert für einen Beruf oder ein Studium entscheiden können. Unternehmen und Verbände engagieren sich, u.a. um Praxiseinblicke zu ermöglichen.
  2. Systematisierung und Straffung der berufsvorbereitenden Maßnahmen, um den Übergang von der Schule in den Beruf so zu gestalten, dass Jugendliche mit passgenauen Maßnahmen und sinnvollen Anschlüssen gefördert werden. Auch die unübersichtlichen Strukturen der Berufskollegs sollen umgebaut werden. Für ausbildungsreife Jugendliche hat die duale Ausbildung Priorität.
  3. Steigerung der Attraktivität der dualen, betrieblichen Ausbildung. Bei Eltern, Lehrern, Schülern und in der Öffentlichkeit sollen die große Bandbreite der dualen Ausbildung, die vielfältigen Karrierewege nach einer dualen Ausbildung in den Unternehmen sowie die Möglichkeit eines Studiums ohne Abitur bekannter gemacht werden.
  4. Die kommunale Koordinierung ist in einem großen Flächenland wie NRW unverzichtbar. Zentrale Aufgabe ist es, die relevanten Akteure in den Kommunen zu identifizieren, zusammenzubringen und die notwendigen Abstimmungsprozesse zu organisieren.

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Dipl.-Pol. Tanja Nackmayr

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