Duale M+E-Ausbildung

Auszubildende beim Schweißen

Ausbildung kostet, lohnt sich aber!

Die klare Antwort der Unternehmen auf die Herausforderung der Fachkräftesicherung heißt: selbst ausbilden und die Schulen bei der Berufsorientierung unterstützen. Die M+E-Industrie in NRW bildet aktuell rund 40.000 junge Menschen aus. Rund 85 % der Mitgliedsbetriebe in den nordrhein-westfälischen M+E-Verbänden bilden aus, bei den Betrieben ab 100 Beschäftigte sind es fast alle.
Ausbildung kostet – gerade in den M+E-Berufen, lohnt sich aber für die Betriebe. Man erkennt dies bei der Gegenüberstellung von Aufwand und Erträgen der Ausbildung. Zwar stehen auf der einen Seite Kosten insbesondere für Ausbildungsvergütungen und Sozialleistungen, für das Ausbildungspersonal, für Werkzeuge und Geräte sowie für Prüfungen Andererseits arbeiten Auszubildende aber zeitweise im Betrieb an konkreten Aufträgen mit und tragen so zur Wertschöpfung bei. Eigene Ausbildung erspart zudem externe Rekrutierungskosten und führt zu einem geringen Fehlbesetzungsrisiko. Insgesamt sichern sich die Betriebe durch die eigene Ausbildung bedarfsgerecht ausgebildete Fachkräfte, die v.a. den Betrieb bereits kennen und eingearbeitet sind.

Die Ausbildungsvergütung in der nordrhein-westfälischen M+E Industrie beträgt:

                                    ab 1. April 2017                  ab 1. April 2018
im 1. Ausbildungsjahr    940,13 Euro                      980,56 Euro
im 2. Ausbildungsjahr    986,94 Euro                   1.029,38 Euro
im 3. Ausbildungsjahr 1.056,49 Euro                   1.101,92 Euro
im 4. Ausbildungsjahr 1.147,82 Euro                   1.197,18 Euro


Hohes Ausbildungsengagement der Wirtschaft, aber zunehmender Bewerbermangel spürbar

Die Wirtschaft in NRW bildet auf hohem Niveau aus. 2016 hat die Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze den höchsten Stand seit 14 Jahren erreicht. Gleichzeitig nehmen die Probleme, die Stellen auch zu besetzen, zu. So waren 2016 so viele Stellen unbesetzt geblieben wie seit 19 Jahren nicht mehr.
Dies gilt gerade auch für die gewerblich-technischen Berufe, also gerade für jenen Bereich, der für den Exporterfolg der deutschen Wirtschaft so wichtig ist.

Angesichts rückläufiger Schulabgängerzahlen, insbesondere solchen mit maximal mittlerem Schulabschluss, gilt es, alle Potenziale auf dem Ausbildungsmarkt zu erschließen. Ein zentrales Problem, das es dabei zu lösen gilt, heißt: wie lassen sich Bewerber und Betriebe zusammenbringen, d. h. wie finden die Jugendlichen die richtige Lehrstelle und die Betriebe die richtigen Jugendlichen. Hierfür ist eine fundierte Berufsorientierung aller jungen Menschen essentiell. In diesem Sinne engagiert sich die M+E-Industrie mit zahlreichen Angeboten, insbesondere zur Berufsorientierung.

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Dipl.-Pol. Tanja Nackmayr

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