Arbeitgeber: In Metalltarifrunde unterschiedliche Lage der Unternehmen berücksichtigen

METALL NRW-Präsident Horst-Werner Maier-Hunke
METALL NRW-Präsident Horst-Werner Maier-Hunke
Tarifrunde 2013 - verlässlich und fair
Tarifrunde 2013

Maier-Hunke: „Mit einem BMW-Tarif für alle fliegen viele NRW-Unternehmen aus der Kurve“

22.03.2013 Die Metallarbeitgeber in Nordrhein-Westfalen haben die IG Metall aufgefordert, in der Tarifrunde auf die enormen Unterschiede in den Unternehmen bei wirtschaftlicher Lage und mittelfristiger Perspektive Rücksicht zu nehmen. Der Präsident und Verhandlungsführer des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Horst-Werner Maier-Hunke, erklärte nach der ersten Tarifverhandlung für die rund 700.000 Beschäftigten dieses Industriezweigs an Rhein und Ruhr am Freitag in Bielefeld, der Tarifabschluss dürfe sich nicht ausschließlich an den prosperierenden Unternehmen orientieren: „Mit einem BMW-Tarifvertrag für die Fläche fliegen viele Unternehmen in NRW aus der Kurve“, sagte der Arbeitgeberpräsident. Vor diesem Hintergrund verböte sich eine starre Einheitslösung.

Maier-Hunke warf der Gewerkschaft vor, die laufende Tarifrunde nach dem Motto „Pi mal Daumen“ zu betreiben. Mit ihrer Robin-Hood-Komponente als Bestandteil der Gesamtforderung wolle die IG Metall unter dem Deckmantel der sozialen Gerechtigkeit schlichte Umverteilungspolitik durchsetzen. „Ein Großteil der Forderung ist nach ökonomischen Maßstäben völlig aus der Luft gegriffen“, kritisierte Maier-Hunke. Die deutsche Metall- und Elektroindustrie sei jetzt schon eine absolute Hochlohnbranche. Diese Entgelte auf Weltklasseniveau ließen sich im internationalen Wettbewerb immer schwerer verdienen. Drei der letzten vier Tarifrunden hätten mit einer „Vier“ vor dem Komma geendet. Diese Lohnschraube ließe sich nicht Jahr für Jahr aufs Neue bis zum Anschlag weiterdrehen. „Auf Dauer kostet das Arbeitsplätze“, betonte Maier-Hunke.

Die 2. Verhandlungsrunde findet am 22. April 2013 in Neuss statt.