Metallarbeitgeber in NRW wollen Tarifkompromiss von Baden-Württemberg übernehmen

Präsident Maier-Hunke: „Komplexer Abschluss unter dem Strich akzeptabel“

22.05.2012 Die nordrhein-westfälischen Metallarbeitgeber wollen den am vergangenen Wochenende in Baden-Württemberg vereinbarten Tarifabschluss übernehmen. Der Präsident des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Horst-Werner Maier-Hunke, sagte nach einer Sitzung der zuständigen Gremien des Verbandes in Düsseldorf, das komplexe Gesamtpaket sei für die 26 Mitgliedsverbände von METALL NRW „unter dem Strich akzeptabel“. Das Lohnplus sei gerade noch vertretbar, die „sachgerechten“ Regelungen zur Zeitarbeit sicherten die notwendige betriebliche Flexibilität. Gleiches gelte für die Vereinbarungen zur Übernahme der Ausgebildeten. „Die bedarfsgerechte Übernahme der Ausgebildeten entspricht der betrieblichen Realität und wird die Ausbildung über Bedarf nicht gefährden“, erklärte der Arbeitgeberpräsident.

Maier-Hunke, der als Mitglied der kleinen Verhandlungskommission in Sindelfingen bis zum Ende an den Verhandlungen beteiligt war, betonte weiter, vor allem die „qualitativen“ Forderungen der IG Metall hätten eine Lösung dieser Tarifrunde außerordentlich schwierig gemacht. Vor diesem Hintergrund sei er froh, dass mit diesem Kompromiss ein Arbeitskampf in diesem Industriezweig verhindert worden sei.

Für die rund 700.000 Beschäftigten der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie werden die Verhandlungen am Donnerstag, 24. Mai 2012 in Bochum fortgesetzt.