„Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist und bleibt Aufgabe der Tarifparteien"

Kommentar von Hauptgeschäftsführer Dr. Luitwin Mallmann in der Wirtschaftszeitung Aktiv vom 28. April 2018

28.04.2018

Der Koalitionsvertrag sieht vor, dass Lehrlinge künftig eine Mindestausbildungsvergütung erhalten sollen, um – so heißt es – sie bei ihrem Lebensunterhalt zu unterstützen. Aber ist dies überhaupt notwendig? In der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektro-Industrie etwa machen mehr als 40.000 junge Menschen eine Ausbildung. Die M+E-Industrie ist für sie reizvoll: Die M+E-Industrie bezahlt überdurchschnittlich Mit einem Verdienst von rund 980 Euro im Monat, und das im ersten Lehrjahr, ist die Branche allein finanziell gesehen überdurchschnittlich attraktiv. Auch über diesen Zuschuss zum Lebensunterhalt, so wird die Ausbildungsvergütung richtigerweise bezeichnet, hinaus lässt sich der Betrieb die Ausbildung einiges kosten: Mehr als 800 Millionen Euro investiert die M+E-Industrie in NRW jedes Jahr in die Ausbildung – für Personal, Werkstätten und Materialien. Eine Mindestausbildungsvergütung könnte zur Folge haben, dass in einigen Berufen nicht mehr ausgebildet wird. Konsequenz: Hilfsarbeit könnte Facharbeit ersetzen. Und: Wer nun bei der Ausbildungsvergütung auch noch mit gesetzlichen Vorgaben eingreift, beschädigt auch die Tarifautonomie. Denn die Höhe der Vergütung ist und bleibt Aufgabe der Tarifparteien. Das muss so bleiben.

In der Wirtschaftszeitung Aktiv äußert sich der Hauptgeschäftsführer von METALL NRW zur Ausbildungsvergütung in NRW:

Quelle: AKTIVonline – www.aktiv-online.de/branchen-regionen/detailseite/news/die-hoehe-der-ausbildungsverguetung-ist-und-bleibt-aufgabe-der-tarifparteien-12149